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„Landschaft mit Brücke“, Albrecht Altdorfer - Beschreibung des Gemäldes

„Landschaft mit Brücke“, Albrecht Altdorfer - Beschreibung des Gemäldes

Landschaft mit Brücke - Albrecht Altdorfer. 41,2 x 35,5 cm

Albrecht Altdorfer gilt zu Recht als herausragender Renaissance-Maler. Forscher nennen Dürer, Pacher, Cranach. Inspiriert von den Errungenschaften anderer konnte Altdorfer jedoch seinen eigenen Stil erfinden, und dies betrifft vor allem die Landschaft (selbst bei Arbeiten an einer religiösen oder mythologischen Handlung gab der Meister der Landschaft den ersten Platz).

Die vorgestellte Arbeit ist ganz dem Thema Landschaft gewidmet. Sofort bemerken wir einen ungewöhnlichen Winkel - der Betrachter scheint von unten nach oben zu schauen und sich ein paar Schritte vom Hauptobjekt weg zu bewegen. Dieses wichtigste Element des Bildes ist die Brücke, die die Küste und die Steinstruktur verbindet. Der Autor lässt keine Ahnung, welche Art von Rückseite bestimmen könnte, aber wir können davon ausgehen, dass wir einen Teil des Schlosses oder Tempels vor uns haben, der im romanischen Stil erbaut wurde (dicke Mauern, schmale kleine Fenster).

Die Natur des Malers ist wie immer stattlich und sehr farbenfroh. Mächtige Bäume mit dicken Stielen, steile gelbliche Klippen, die ihr Dickicht aus Sträuchern und wildem Gras bedecken - der Autor liebte vor allem eine solche Natur, die in gewisser Trostlosigkeit ist und nicht von einer menschlichen Hand berührt wird.

Sie können Altdorfer richtig durch den Himmel erraten - eine blau-blaue klare Oberfläche ohne Wolke mit nur kleinen, allmählichen, sauberen Übergängen (von gesättigtem Blau zu funkelndem Weiß). Im Hintergrund sehen Sie das Tal. Dort ist ein Berg zu sehen, mit einer wunderlichen gewundenen Linie erstreckt sich ein dünner Bach bis zum Horizont.

Die Farbe des Malers ist vielfältig. Altdorfer war nicht schüchtern bei der Auswahl der Farben und griff manchmal auf kontrastierende Kombinationen zurück, was sich nachteilig auf den Realismus auswirkte. Deshalb sehen die Gemälde des Meisters besonders bei Reproduktionen sehr hell aus. Das Original ist in der Farbsättigung viel bescheidener. Einige Forscher glauben, dass in der Originalversion von "Landschaft mit einer Brücke" ein so eingängiger Geschmack war, aber im Laufe der Zeit (fünftausend Jahre !!!) verblassten die Farben.

Altdorfer zeichnet sich auch durch das Detail seiner Landschaften aus. Wie genau die Blätter, Grashalme, Zweige hier verfolgt werden. Im Vordergrund sehen wir einen Strauch, dessen Blätter nicht nur sorgfältig ausgeschrieben, sondern auch nicht gleichmäßig gefärbt sind, als ob die Sonne nur auf einen Teil des Busches fällt. Dies ist ein sehr subtiler und interessanter Punkt. Besonders für das 16. Jahrhundert.

Nach Abschluss der Arbeiten vergaß der Autor nicht, sein Monogramm zu hinterlassen, dessen „Design“ von Dürer entlehnt wurde. Es ist in der oberen rechten Ecke des Bildes zu sehen.